Schwäbische Zeitung (Erschienen: 31.01.2010 14:40)
Auch in kleiner Besetzung herrscht gute Stimmung
Es war der einzige Programmpunkt der Haucke-Schtecka-Nacht, der aber vom Feinsten: Der Fanfarenzug Durchhausen unter Leitung von(Trossingen/lby) „Hauke-Schtecka-Nacht, einmal dabei – immer dabei“, steht auf den schwarzen T-Shirts des Narren-Vereins Trossingen. Diese Aussage erfüllte sich am Samstag nicht ganz. Bedeutend weniger Zünfte als in der Vergangenheit waren zur Hauke-Schtecka-Nacht in die Fritz-Kiehn-Halle gekommen. Der guten Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.

Von unserer Mitarbeiterin Ingrid Kohler

Mit ihrem jeweiligen Narrenruf wurden die Zünfte von DJ Bonito begrüßte. Die größte Gruppe stellte die Narrenzunft Tuningen, deren Zunftmeister Uwe Bioni trotz vieler Absagen anderer Zünfte und dem Narrenruf „Tännle-Geister“ einen „Glückseligen Abend“ wünschte. Der sollte es auch werden, wenn auch viele Plätze an den Tischen darauf warteten besetzt zu werden, die Narren drängten sich lieber an der langen Bar, die mitten in der Fritz-Kiehn-Halle aufgebaut war.

Es war der einzige Programmpunkt der Haucke-Schtecka-Nacht, der aber vom Feinsten: Der Fanfarenzug Durchhausen
Es war der einzige Programmpunkt der Haucke-Schtecka-Nacht, der aber vom Feinsten: Der Fanfarenzug Durchhausen

„Es hatten sich zwölf Zünfte angemeldet, halb so viele wie im vergangenen Jahr“, war von den Vorstandsmitgliedern des NVT Ingo Kitzke und Carsten Schneider zu erfahren, da eben zeitgleich sehr viele ähnliche Veranstaltungen sind, und die Entscheidung, welche Veranstaltung besucht wird, die einzelnen Zünfte treffen. Gekommen sind dann lediglich neun Zünfte „die anderen haben aufgrund der Schneelage kurzfristig abgesagt“. Doch die Tännlegeister aus Tuningen, die Donau-Kobolde und die Schlosshexen aus Donaueschingen, die Höllischen Feuerteufel aus Tuttlingen, die Wuhrhexen aus Allmendshofen, der Verein der Felsenteufel, die Schlosshexen Trossingen und die Ridd’l Schdägge Kürzell bildeten gemeinsam mit dem Fanfarenzug aus Durchhausen einen bunten Narrenmix.

Auch was die Auftritte anbelangte, war in diesem Jahr „Schmalhans Küchenmeister“, der aber mit einem Menü vom Feinsten: Der Fanfarenzug Scheckenbühl Durchhausen mit seinem Zugführer Harry Fricker im Piratenlook brachte die Fritz-Kiehn-Halle mit Fanfaren und Trommeln zum Schwingen und selbst über dem gespielten Titel „Pippi Langstrumpf“ schwebte ein leichter Hauch vom Fluch der Karibik, dem sich die Fanfaren vom Scheckenbühl bereits im vergangenen Jahr verschrieben hatten und das Publikum mit einer Neuauflage am Rosenmontag in der Alten Kirche in Durchhausen fesseln werden. Eine vielversprechende Kostprobe gaben sie bei der Hauke-Schtecka-Nacht zum Besten.

„Hey, das geht ab“, DJ Tobi Bonito heizte noch mal kräftig ein – Hästräger und Kostümierte tanzten auf und vor der Bühne – Partystimmung pur – eine Haukeschtecka-Nacht, „klein aber fein und jeder hat an der guten Stimmung mitgewirkt“, so brachte es ein Gast auf den Punkt; und: „Mir hat es in Trossingen gefallen – ich komme gerne wieder.“ Wenn das kein Kompliment an die Gastgeber vom Narrenverein Trossingen ist. (Erschienen: 31.01.2010 14:40)