Narrenvereine und Zünfte

Narrenvereine und Zünfte

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Weblink Narrenverein Honberger

Der Narrenverein Honberger wurde im Jahre 1975 gegründet. Die organisierte Fasnet im protestantischen Tuttlingen entwickelte sich erst sehr spät. Der Narrenverein achtet auf die Pflege dieses erst jungen, aber doch beachtlichen Brauchtums. Die verschiedenen Narrenfiguren leiten sich aus der Sage des Kischtämännle ab. Dieses bildet auch die zentrale Hauptfigur in unserer Fasnet.

Die Fasnet wird bei uns, wie in den meisten Fasnetgegenden am 11.11. eröffnet. Die närrische Zeit startet mit dem Wecken des Kischtämännle am 6. Januar in der Ruine Honburg auf dem Hausberg von Tuttlingen, dem Honberg. An diesem Tag wird das Kischtämännle von den Zuschauern mit viel Lärm und Getöse geweckt.

Mit Fackeln und Musik wird das Kischtämännle traditionell am Abend des Kischtämännle-Balls vom Honberg abgeholt. Ab dann sind die Honberger nicht mehr zu halten und nehmen an zahlreichen Umzügen und Brauchtumsabenden teil. Der eigene Umzug findet immer am Fasnetsamstag statt.

Am Fasnetdienstag endet die Fasnet mit dem Fällen des Narrenbaums, dem Wegbringen des Kischtämännle auf den Honberg und dem anschließenden Kehraus.

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Weblink Fasnetrufer Freiburg

 

 

 

 

 

 

 

 

Als mit dem Zusammenbruch der Großen Carnevals-Gesellschaft 1928/29 die Fasnacht in Freiburg ihr Lebenslicht zunächst aushauchte, begann der Neuaufbau einer alemannischen Brauchtumsfasnet. Unter Führung brauchtumskundiger und begeisterter Narren (unter ihnen Willy Jäger und August Fritz) wurden 1930 die ersten Versuche unternommen, die Fasnet wieder auf die Beine zu stellen. Im Jahre 1934 wurden die Freiburger Narrenzunft gegründet. Als deren erste Narrenfigur entstand der sogenannte "Taganrufer". Bei der Gestaltung der Häs (alemannisch=Kleidung) knüpfte man daran, daß bereits im Mittelalter, um fasnächtliches Brauchtum zu pflegen, alte Anzüge mit bunten Stoffflecken benäht, Holzmasken getragen und so "Mummenschanz" getrieben wurde.
Im Jahre 1935 traten die ersten Taganrufer, August Fritz, Fritz Sontheimer, Walter Lazzarini, Karl Mühlebach, bei einem "Umzügli" in Freiburg auf. Neben den Taganrufern entstand die Fleckhäsgruppe, in der sich die Freiburger Kinder rekrutierten.

Es wurden Fleckle mit Herzform gewählt, die dem Häs einen freundlichen Charakter verliehen. Die Holzmaske, die 1936 von Franz Spiegelhalter geschaffen wurde, soll vom Ursprung her auf die Abbildung eines alten Pfeifenkopfes zurückgehen, der in einem Freiburger Bürgerhaus entdeckt wurde. Zur Vervollständigung des Häs trägt der Fasnetrufer (dieser Name wurde 1937 angenommen) einen Ledergürtel, der das Freiburger Siegel die "freie Burg" zeigt. Nach diesem Wappensiegel wurde auch das Wasserschlössle im Sternwald erbaut

Die Aktivitäten der Zunft waren in den dreißiger Jahren bereits sehr vielseitig. Das Taganrufen, Teilnahme an Umzügen und Narrentreiben sowie ein "Bändeltanz" der Flecklehäskinder sind urkundlich belegt. In den vierziger Jahren entstand der Rätschentanz der aktiven Narren.
Die Zunft wuchs rasch und man zählte 1938 bereits ca. 15 Fasnetrufer und an die 100 Flecklehäs. Das "Flecklehäs" wurde zum beliebtesten Narrenkostüm der Freiburger Kinder und die Zunft gab eine Nähanleitung für die Mütter heraus.
Unter den Zunftvögten Hermann Lupberger und August Fritz entstand eine Zunft, die von sich Reden machte und die Pflege des alemannischen Brauchtums auf ihre Fahnen schrieb.
Am 11.11.1938 wurde im "Großen Meyerhof" feierlich der Fasnetrufertisch enthüllt, der meisterhaft von Franz Spiegelhalter geschnitzt wurde und heute in der Zunftstube, Turmstraße, steht.

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Weblink Krebsbachputzer Eigeltingen

 

 

 

 

 

 

 

 

Als im Jahre 1860 eine große närrische Flut durch den ganzen Hegau brandete, wurde von ihr auch das Hegaudorf Eigeltingen erfaßt. In vielen Orten, so auch in Eigeltingen wurde ein Narrenverein gegründet und Fasnachtsspiele aufgeführt.

Die Heimatzeitungen aus jener Zeit sind eine reichhaltige Fundgrube und bringen zahlreiche Belegstellen. So verdankt es Eigeltingen dem »Höhgauer Erzähler«, Verkündungsblatt für die Großh. Amtsbezirke Engen, Meßkirch, Stockach und Radolfzell, daß das Jahr 1860  das Gründungsjahr der Eigeltinger Fasnacht geworden ist. In den Jahren 1863 und 1864 veröffentlichte der Höhgauer Erzähler Berichte über die Fasnacht 1860 bis 1862.

Damals verkündete ein »Herold« das Programm für die Fasnacht. Am Schmutzigen Donnerstag wurde ein Narrenbaum gesetzt. Haupttag der Fasnacht war der Fasnachtsdienstag. Beliebt waren Fasnachtsspiele. So wurden damals aufgeführt: «Die Völkerschlacht bei Leipzig«, eine Parodie auf »Die Räuber« von Schiller, »Hermann der Befreier Deutschlands« frei nach Eugen Hermann von Dedenroth. Ein andermal wurden viele kleine Vereine vorgestellt, darunter ein »Verein für Altherthumsforschung«. Zum Vergnügen der Zuschauer wurde »Das blinde Spiel« aufgeführt und ein »Neues Museum ambulance« eröffnet. Oft beruhten die Fasnachtsspiele auf örtlichen Begebenheiten. Maskenbälle waren auch schon beliebt.

Leider fehlen für die Jahre nach 1862 ähnliche Unterlagen wie für 1860 bis 1862.

1883 beschaffte sich der Narrenverein eine Fahne. Diese hat beide Weltkriege überstanden und befindet sich heute im Fasnachtsmuseum auf Schloß Langenstein. 1900 brachte Reute eine »Eisenbahn« nach Eigeltingen. Von Zeit zu Zeit fanden «Zigeunertreffen« statt. 1909 oder 1910 versammelten sich auf dem Schulplatz die »Stammväter« und »Sippenmütter«.

Bedauerlich ist es, daß das bis zum zweiten Weltkrieg geführte Narrenbuch spurlos »verschwunden« ist. So sind für die Zeit zwischen den beiden Kriegen nur einige hervorstechende Fasnachtsveranstaltungen bekannt. In Erinnerung sind neben dem »Durchmarsch der Völkerstämme« noch einige großartige Umzüge wie z.B. »Das Deutsche Märchen«, »Das Deutsche Lied« und die »Vier Jahreszeiten«.

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Weblink Narrenzunft Gunningen

Die Geschichte des Lombergtroll

Die mündlich überlieferte Geschichte erzählt uns folgendes:
Im 17./18. Jhdt . , als Gunningen noch ein kleines Dorf war, gruppierten sich die Häuser um den Ortskern bei der Kirche, entweder in Richtung Seitingen, genannt Unterdorf – oder in die andere Richtung genannt Oberdorf. Westlich des Ortes fließt am Lomberg vorbei der Lombach. Die ehemalige Schafweide lag an diesem Lombach, also damals am Rande des Dorfes in Richtung Schura/ Trossingen. Unweit des Lombachs am Ortsausgang und an der heutigen Straßenkreuzung Richtung Durchhausen befand sich ein Gänseweiher.
Ein Hirte trieb täglich alle Schafe des Ortes auf diese Schafweide und die Gänse an den Gänseweiher. Dieser Gänse-u. Schafhirte trug, wie es sich für einen Hirten gehörte auch einen Stock mit sich. Tagsüber wachte er über die Schafe und die Gänse- schar, damit keines der Tiere verloren ging. An diesem Weg, der ortsein- und auswärts führte hatte der Hirte regen Kontakt mit den vorbeikommenden Menschen. Daher war er derjenige, der Neuigkeiten immer zuerst erfuhr. Der Hirte selbst war ein schelmischer, listiger und schadenfroher Kerl. Mit seinem Wissen- oder auch Unwissen nahm er die Leute gern auf den Arm. Das Gewann, wo sich Schafweide und Gänseweiher befanden war, bedingt auch durch die Nähe zum Bach, der kälteste Platz der Gemarkung. Deshalb hatte sich der Hirt als Schutz gegen die Kälte eine Weste aus Hasenfell genäht, die Fellreste gaben Stulpen an die Füße.Stets führte er ein Schnapsfläschchen mit sich, um der inneren Kühle zu trotzen. Abends füllte er die kleinere Flasche von der großen Schnapspulle wieder auf. Bedingt durch den reinlichen Genuß der Hochprozentigen wurde seine Nase allmählich rötlich. Vom Aussehen und von der geringen Körpergröße her erinnerte Der tückische Schelm an einen Kobold oder besser noch an einen Dämon in Zwergengestalt ; eben an einen Troll. So ist er jetzt wiedererstanden:
der Lombergtroll.

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Weblink Narrenfreunde Aldingen

Geschichte der Zunft
Die Narrenfreunde Aldingen e.V. wurden im April 1994 gegründet und begannen auf Anhieb mit zwei Narrenfiguren. Dies waren die Schlössle- Bühl- Hex und das Lindenmännle.
Schon nach kurzer Zeit gab es jedoch Unstimmigkeiten in der Führungsmannschaft. Aus einer Gruppierung entstanden dann im Spätherbst 1994 zwei Vereine. Die Narrenfreunde Aldingen e.V. mit der Schlössle-Bühl-Hexe und die Narrenzunft Aldingen e.V. mit dem Lindenmännle.
Aus dem Protokoll der Versammlung vom 01.12.1994 ist zu entnehmen, dass die anwesenden Mitglieder Violeta Stancu, Gaby Moser, Peter Moser, Hildegard Schräpel, Karl Jung, Heinz Zimmermann, Giuseppe Campagna, Hildegard Zimmermann, Hermann Geiger, Ursula Geiger, Thomas Geiger, Jenny Rohweder, Lydia Stancu, Beate Merkt, Ingeborg Marquardt und Günther Marquardt gewillt waren, den Verein am Leben zu erhalten.

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Weblink Narrenverein Hattingen

Die Entstehung des Narrenvereins
Am 30. Januar 1960 wurde im Gasthaus zur Sonne der Narrenverein Hattingen gegründet. Narrenpräsident Karl Leiber konnte etwa 35 Närrinnen und Narren begrüßen. Alle Anwesenden stimmten der Gründung eines Narrenvereins zu und 32 Närrinnen und Narren meldeten sich als Mitglieder an. Der Verein – an seiner Spitz die Vereinsleitung – hat es sich zur Aufgabe gemacht, altes Brauchtum zu pflegen und die Bevölkerung zur Fasnachtszeit mit gezielten Veranstaltungen zu erheitern.

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Weblink Narrenverein Trossingen

Der Narren-Verein Trossingen wurde am 18. März 1995 im Hotel Traube als erster Narrenverein in Trossingen gegründet.
Wir bestehen aus den drei Abteilungen der einzelnen Narrenfiguren. Momentan sind wir rund 300 Mitglieder, davon 80 Unterdorfhexen, 30 Heidenpeter und 15 Uhre-Annemeien.
Wir treffen uns an jedem 2. Mittwoch im Monat zum Info-Treff. Hier werden Neuigkeiten ausgetauscht und Termine bekannt gegeben. Auch das gesellige Beisammensein kommt dabei nicht zu kurz.

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Weblink Narrenzunft Deichelmaus

Deichelmaus
Historische Bedeutung Die Deichelmaus gibt unserer Zunft den Namen. Im Jahre 1825 hatten Spaichinger Zimmermannsleute den Auftrag "Deichel" herzustellen. Eine Deichel ist ein Wasserrohr aus Holz. Und so kam es, daß zwei Zimmermannsleute, nachdem sie von beiden Seiten einen Holzstamm durchgebohrt hatten, zur Kontrolle eine Maus durch die gebohrte Deichel marschieren ließen, um ja sicher zu gehen, daß sie eine durchgehende Bohrung hatten. Somit war der Spitzname der Spaichinger entstanden. Dieses Maskenkleidle entstand 1965, als in Spaichingen zum zweiten mal nach dem Kriege, wieder eine Narrenzunft ins Leben gerufen wurde.
Erklärung des Maskenkleides:
Das Kleid ist mausgrau. Es zeigt uns auf der Vorderseite das Spaichinger Stadtwappen. Auf der Rückseite ist das Deichelbohren mit der Maus dargestellt. Im Hintergrund dieser Bemalung ist der Dreifaltigkeitsberg zu sehen.
Die Deichelmaus trägt graue Handschuhe und schwarze Schuhe.

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Weblink Narrenzunft Gosheim

Die Geschichte der Narrenfiguren Gosheims
Die Gemeinde Gosheim und auch ihre Narren können auf eine sehr lange Vergangenheit zurückblicken. Um das Jahr 1170 wurde die Grafschaft Hohenberg, zu welcher die Markung Gosheim damals gehörte und ihr Herr Burkhard I. von Habsburg zum erstenmal erwähnt.
Um das Jahr 1230 heiratete der spätere Kaiser Rudolf I. von Habsburg die Tochter des Hohenberger Grafen Burkhard III., Gertrudis von Hohenberg. Ihr Getreuer Gaus, im mittelhochdeutschen auch „Gotso“ genannt, führte für sie die planerischen Aufgaben und die Organisation des Finanzwesens durch.
Nach Heirat mit Rudolf von Habsburg blieb Gaus bei der Nichte der Gräfin, Gertrudis von Oberhohenberg, für welche er ebenso trefflich die Geschäfte führte. Doch der Bruder der jungen Frau war über die Beliebtheit von Gertudis und Gotso so ergrimmt und eifersüchtig, daß er in Abwesenheit von Gotso, welcher auf der Jagd weilte nachts das Schloß in Brand steckte. Nur Gertrudis soll mit all ihrem Schmuck und Geld dem furchtbaren Brand entkommen und noch heute im "Jungfrauenloch", einer tiefen Felsspalte auf dem Lemberg, verborgen sein. Erst ein Schlüsselwort kann sie aus ihrer Gefangenschaft der dunklen Mächte befreien.
Die Geschichte um Gertrudis von Oberhohenberg und ihrem Getreuen Gaus wird alle 5 Jahre als Dorfschauspiel an der Fasnet aufgeführt

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Weblink Narrenzunft Weigheim

1995 entstand die Idee, die Fasnet in Weigheim wieder aufleben zu lassen.
Am 25.11.1995 fand die Gründungsversammlung der Narrenzunft statt, an der viele Weigheimer teil nahmen. Die Narrenzunft Weigheim war gegründet und zälte 29 Mitglieder.
Als Gründungsmitglieder wurden am 16.04.1996 vom Notar folgende Personen bestätigt: 1.Jürgen Refke 2.Michael Weißhaar 3.Helmut Overhage 4.Manuela Manger 5.Sieglinde Mergenthaler 6.Friedlinde Weißhaar 7.Hubert Grupp. Diese sieben Personen bildeten die Vorstandschaft für 2 Jahre. Nachdem der Narrenzunft von Erwin Hauser ein original Weigheimer Häs überlassen wurde, nahm man dieses Häs als Vorlage, schneiderte und bemalte alle weiteren Häser nach diesem Original.

537
Weblink Narrenzunft Wurmlingen

Am 04.05.1973 wurde die heutige Narrenzunft Wurmlingen e.V. gegründet.
1976 ist die Narrenzunft dem Schwarzwald-Baar-Heuberg-Ring beigetreten. In diesem Ring zählt Wurmlingen mit über 900 Mitgliedern zu einer der größten Zunft.
1981, 1994 sowie 1998 hat die Narrenzunft die großen Treffen des Schwarzwald-Baar-Heuberg-Ringes ausgerichtet.
Die Narrenzunft hat mit 940 Mitglieder eine Größe erreicht, bei der es immer schwieriger wird, die Kontrolle und den Überblick zu behalten. Deshalb wurden 1993 die Mitgliedsausweise eingeführt. Sie ermöglichen die Übersicht über das getragene Häs und das Mitglied. Diese Maßnahme hat sich bestens bewährt und ist nicht mehr wegzudenken.

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Weblink Rebehansele Singen e.V.

Die Rebehansele und wie alles begann
Eine bodenständige Hanselegruppe, das sollte sie sein. Das war aber auch die einzige Vorstellung, mit der wir uns im März 1995 an die Arbeit machten.
Zwei Punkte hatten für uns ganz besonderen Vorrang; an der überlieferten Tradition durfte nicht gerüttelt werden und der Heimatgedanke sollte beim Aufbau in Vordergrund gestellt werden.
Nach 10 Monaten und Lösung vieler Detailprobleme blicken wir stolz auf unsere Arbeit zurück.
Der Narrenverein Rebehansele Singen mit damals 30 Mitglieder, darunter schon 25 Blätzlehansele, entstand und hatte schon ein zentrales Vereinszeichen.

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Weblink Schlangenzunft Zarten e.V.

DIE GESCHICHTE
Um die Jahrhundertwende gab es im Dreisamtal mit seinen Seitentälern eine große Schlangenplage. Besonders hiervon betroffen war der im Attental liegende Henslehof am Hensleberg, welcher ringsum von Wald eingeschlossen war. Es kam soweit, dass die Gemeinden und Behörden Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Schlangen anordneten. So wird heute noch berichtet, dass der Pächter des Henselehofes gehalten war, zu bestimmten Zeiten die Schlangen durch wildes Rasseln mit Eisenketten zu vertreiben. Dies geschah natürlich unter Zuhilfenahme von schaurigen Beschwörungsformeln. Am Schlimmsten war die Zeit vor dem Frühlingserwachen, wenn die Tiere aus Ihrem Winterquartier hervorgekrochen kamen.
Eines Tages verschwanden die Schlangen und zum Dank erbauten die Bewohner der Umgebung die heute noch vorhandene Schlangenkapelle auf dem Berg des Henslehofes, wo sie von vielen Wanderern bewundert werden kann (siehe rechtes Bild).
Im Jahre 1951 wurde, auf dieser Geschichte basierend, die Schlangenzunft Zarten gegründet und noch heute erinnert unser Zunftkleid, das Häs, durch seine Bestandteile wie der Eisenkette und der Gummischlange, sowie den schuppenförmig angeordneten gelben und grünen "Fleckle" an die Plage von damals. Unsere Maske stellt keine Geringere als die bekannte griechische Schlangengöttin Medusa dar. Bis zum 16.Lebensjahr tragen die Kinder der Zunft (der Narrensumen= Narrensamen) ein Fleckle-Kopftuch um dann schließlich ihre eigene Holzmaske zu bekommen .Schwarzes Schuhwerk sowie schwarze Handschuhe runden unser "schaurig-schönes" Erscheinungsbild ab. Fehlt nur noch der Schlangenorden. Diesen erhält ein "Anwärter" nach seiner offiziellen Aufnahme in die Zunft, bzw. mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Der Orden hat auf der Rückseite die jeweilige Mitgliedsnummer eingraviert, welche identisch ist mit der Nummer an der Holzmaske. Doch es gibt auch noch weitere Figuren in der Schlangenzunft Zarten und zwar "Bur und Bieri", sprich Bauer und Bäuerin. Diese Figuren werden jedoch nur noch bei unserem traditionellen Schlangentanz dargestellt. Inhalt dieses Tanzes ist, wie soll es auch anders sein, die Nachahmung der Bauern im Dreisamtal bei der Bekämpfung der Schlangenplage um die Jahrhundertwende

503
Weblink Schoofwäscherzunft Stahringen e.V.

Wieso "Schoofwäscher"?
Der Name unserer Zunft geht zurück auf einen alten Dorfspitznamen für die Stahringer.
Die umliegenden Ortschaften machten sich damit über einen Stahringer Bauern lustig, dessen Mutterschaf einmal junge "Schäfle" bekam. Darunter war auch ein geflecktes Lamm. So eines hatte der wohl etwas beschränkte Bauer noch nie gesehen und war der Meinung, dass dieses Schaf lediglich schmutzig sei. Er versuchte dann, es in einer "Gelte" mit viel Wasser und Seife "sauber" zu bekommen, was ihm natürlich nicht gelang.
Diese Geschichte machte schnell in den umliegenden Dörfern die Runde, und wo immer ein Stahringer auftauchte, wurde er als "Schoofwäscher" bezeichnet ...

837
Weblink Wollhansele Möhringen Vorstadt

Der Wollhansele.
Eine reine Fantasiefigur aus zigtausend bunten Wollfäden (ca. 3,2 km pro Häs), jeder einzeln von Hand an das Häs geknotet und dazu, ein nüchterner Kontrast zur verspielten Wollpracht, eine weiß-grundierte Holzmaske mit individuellen schwarzen Verzierungen für jedes Mitglied. Dazu ein mit Wolle-Bolle beschwertes, ebenfalls mit Wollfäden, umrandetes Kopftuch und schon ist er einsatzbereit, der Wollhansele.
Sein Traum hatte sich erfüllt ein günstiges Häs, weil es selbst erstellbar ist, wenige und unbürokratische Aufnahmebedingungen und für jeden zugänglich, egal ob alt oder jung, ob Mann oder Frau oder ob groß oder klein, für uns zählt nur eines: Spaß an der Fasnacht! Und den haben wir seit nunmehr 11 Jahren und ein Ende ist nicht in Sicht! Heute sind wir eine etablierte, kleine, fast schon familiäre Gruppe, die nicht nur in der näheren Umgebung, sondern auch weit über die Grenzen des Landkreises Tuttlingen und auch Deutschlands hinweg bekannt und gerne gesehen ist.
Und eines können wir mit Gewissheit sagen: Die Welt für eine - wenn auch nur kurze- Zeit im Jahr durch die Maskenschlitze eines Fasnachtsnarren zu sehen, ist eine der besten Erfahrungen, für die sich all die Mühe gelohnt hat und die wir und vorallem unser Gründer und die Gründungsmitglieder auf gar keinen Fall wieder missen wollen.

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Weblink Wueti-Weiber vo Duttlinge e.V.

Sage der Wueti-Weiber (Wuätiweiber)
Zur Zeit der Hungerjahre lebte ein armes Weib in der unteren Geißgasse zu Tuttlingen. Ihr Mann war vom Blitz erschlagen worden und hinterließ ihr vier Kinder. Sie hatte einen Hausteil und konnte sich eine Ziege halten, deren Futter sie morgens auf den Öden oder im Brachösch holte, bevor sie zum Taglöhnern ging. An arbeitslosen Tagen aber verdiente sie ihren Unterhalt durch Spinnen und Stricken und konnte sich auf diese Weise mühselig durchs Leben schlagen.
Nun aber brachen teure Zeiten und Kriegsjahre herein. Die Not im Hause der Witwe war daher groß, besonders weil die hungrigen Mäuler ihrer vier Kinder viel Brot verlangten, das so rar wurde wie Gold. Die Kinder bekamen täglich ein paar dünne Scheiben vom Laib geschnitten, bevor die Mutter an die Arbeit ging. Das Brot wurde wie das Geld im Kasten verschlossen. Die übrige Zeit mussten sich die Waisen mit Milch begnügen, welche die Ziege gab.
Wenn es im Hochsommer zu dämmern anfing, machte sich das Weib mit einer Nachbarsfrau auf den Weg, um so lange zu grasen, bis die Morgenglocke läutete. Zu Hause gab sie ihren Kindern dann Brot und Milch und schritt mit nüchternem Magen in ihr Diensthaus, wo sie ihren ersten Hunger stillen konnte.
Eines Tages kehrte sie nach Feierabend heim und fand ihren Kasten erbrochen, in dem sie das Brot aufzubewahren pflegte. Ihr zwölfjähriger Sohn gestand, daß er die Tat verrichtet habe. Weil seine jüngeren Schwestern vor Hunger mit dem Weinen nicht hätten aufhören wollen, habe er die Axt genommen und die Kastentüre aufgebrochen. Als die Kinder den Brotlaib gesehen hätten, habe sie der Jähhunger überwältigt, so daß sie alles Brot aufessen mussten. Voll Sorge ging daher das Weib nochmals zu dem reichen Kaufherrn, bei dem sie tagsüber gewaschen hatte, um sich ihre Schulden abzuverdienen. Sie bat ihn dringend um einen weiteren Vorschuß. Der Kaufmann aber schlug ihr die Bitte mit der Begründung ab, daß er bald bettelarm wäre, wenn er allen Wünschen um Vorschuß nachkäme.
Nach einer schlaflosen Nacht machte sich die sorgenvolle Mutter mit der Nachbarin auf den Weg, um auf den Öden am Witthoh Gras zu holen. Es war eine gewitterige Nacht gewesen, daher hatte sich ein dichter Nebel gebildet. Als die Weiber oben auf die Höhe der Witthohsteige in die Nähe des „Radschuhs“ gelangt waren, verirrten sie sich in dem Nebel. Der Tag fing eben an zu grauen. Doch die zwei Weiber wußten nicht, wo sie sich befanden. Plötzlich leuchtete vor ihnen ein heller Schein mitten in den Nebelschwaden auf, der immer größer wurde. Aus dem feurigen Glanz tauchte vor ihnen ein prächtiges Schloß auf, das zwei mächtige Flügelpforten in seiner Mitte hatte. Diese standen wie zwei riesengroße Scheuertore weit offen, so daß man in einen prächtigen Saal schauen konnte. In diesem stand ein breiter Herd, auf dem in großen Kesseln köstliche Speisen dampften. Über dem Kamingeschoß war blitzblankes Geschirr zu sehen. Die hungrigen Weiber rochen mit Wollust den Dampf der Speisen und traten voll Verlangen näher an das Haus heran. Sie schauten auf der anderen Seite des Saales lange Tische, an denen Gäste wie bei einem Hochzeitsmahle saßen. Den Weibern trat ein riesengroßer Mensch entgegen. Er winkte ihnen und wies ihnen am untersten Ende der Tafel zunächst dem Eingang zwei leere Plätze an. Dann setzte er sich an das oberste Ende des Tisches. Daraufhin trugen Diener köstliche Speisen auf und reichten sie herum wie bei einem Hochzeitsmahl. Beim Essen herrschte lautlose Stille. Die Weiber stillten ihren Hunger und vergaßen beim Essen ihre Sorgen. Dann wurde Wein herumgericht, den die Weiber hastig tranken, weil sie von den Speisen brennenden Durst verspürten. Der starke Wein stieg ihnen schnell in den Kopf. Sie fühlten sich plötzlich wie betrunken und vernahmen von draußen heftiges Sausen und Brausen, wie wenn ein schreckliches Gewitter nahen würde. Die Wände fingen an zu zittern, so stark wehte der Sturmwind. Auf einmal durchfuhr ein greller Blitzstrahl den Saal. Der mächtige Bau erzitterte von dem nachfolgenden Donnerschlag in seinen Grundmauern. Die beiden Weiber verfielen in eine tiefe Ohnmacht.
Als sie wieder zu sich kamen, befanden sie sich auf einer Wiese, die voll saftigen Grases stand. Sie hörten unten im Tal die Morgenglocke läuten. Die Frauen dankten unserem Herrgott, daß er sie so wunderbar gerettet hatte. In kurzer Zeit waren ihre Futtersäcke voll. Als sie daheim geleert wurden, fanden sie unten in den Säcken Geldstücke, wovon die Weiber mit den Kindern über die Hungerzeiten leben konnten. Die Weiber erzählten in einer Lichtstube ihr Erlebnis und erfuhren von einem altem Weiblein, daß sie in „s`Wuätis Haus“ gewesen waren.

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Gästebuch

Homepage reloadet !!
mal was neues !!!
Freitag, 07. November 2014 09:45
Homepage
Hallo die bisherigen Foto- Portale Libis-web.de und Werner's Fasnetfotos werden zukünftig ...
Montag, 23. Dezember 2013 00:56
Einladung Narrenolympiade
Hallo, in diesem Jahr feiern wir, die Guggemusik „Speyrer Brezlkracher e.V.“ unser 5-jährige...
Mittwoch, 03. April 2013 13:37

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